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15.02.2018 00:00 Alter: 183 Tage
Von: Charles Haddon Spurgeon

"... damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist." Römer 3,26


Wir wissen von Brutus, daß er der unbeugsamste aller Gesetzgeber
war und daß vor ihm kein Ansehen der Person galt, wenn er auf
dem Richterstuhl saß. Die edelsten Senatoren werden zu Brutus geführt,
ihres Verbrechens überführt und von Brutus erbarmungslos
zum Tod verurteilt. Aber angenommen, des Brutus eigener Sohn
würde vor den Richterstuhl gezogen - so geschah es in Wirklichkeit -
schau im Geist hin auf den Vater, der auf dem Richterstuhl sitzt,
und staune, wenn er auch jetzt erklärt, daß vor seinem Richterstuhl
alle gleich seien.
Kannst du die Furchtbarkeit des Gedankens fassen, daß nun der
Sohn wirklich vom Vater verhört wurde und den Verdammungsspruch
aus des Vaters eigenem Mund vernehmen mußte? Vor des
Vaters Augen wird er gefesselt, während dieser Vater als unerbittlicher
Richter dem Henker befiehlt, den Sohn zu peitschen, und endlich
ausruft: "Führe ihn ab und gebrauche das Beil!" Da siehst du,
wie der Römer sein Vaterland mehr liebt als seinen Sohn und wiederum
die Gerechtigkeit mehr als beide. "Jawohl", spricht die Welt,
"Brutus ist gerecht."
Hätte Gott jeden von uns verdammt, so würde seiner Gerechtigkeit
sicher Genüge getan worden sein. Aber seht! Gottes eigener
Sohn nimmt die Sünden der Welt auf sich und tritt so schuldbeladen
hin vor seinen Gott. Er ist selbst ohne Sünde, aber er trägt die Sünden
vieler auf seinen Schultern. Gott verurteilt seinen Sohn, er gibt
ihn der Geißel der Römer preis, dem Hohn der Juden, dem Spott
der Soldaten. Er überliefert seinen Sohn dem Richter und läßt ihn
an das Kreuz nageln. Da die Menschen die Strafe, die Gottes Gerechtigkeit
forderte, an ihrem eigenen Stellvertreter nicht selbst vollziehen
konnten, schlägt Gott selbst seinen Sohn.
Seid ihr wegen dieses Ausdrucks betroffen? Lest Jesaja 53, und
ihr werdet den Beweis dafür finden.
Fürwahr, wenn Gott seinen einzigen, geliebten Sohn schlägt,
dann erhält die Gerechtigkeit mehr, als sie verlangt; denn Christus
hat sich freiwillig selbst zum Opfer gegeben.



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